So wirkt die Natur gegen Erkältungen
 
Apotheker-Tipp in der Kleinen Zeitung vom 14. November 2020
 

APOTHEKER-TIPP
von Dr. Gerhard Kobinger
Verkühlung, Virusgrippe oder Covid-19? Da sich die Symptome dieser drei Erkrankungen sehr ähneln und überlappen können, wird wohl nur der Hausarzt nach Durchführung eines PCR- oder Antigentests eine gesicherte Diagnose stellen können. Wenn es „nur“ eine Erkältung ist, versucht man gerne, sich selbst wieder mit Hausmitteln fit zu bekommen.

Die vorbeugende Einnahme von Vitamin A, C und D, immunstärkendem Zink und der Extrakte von rotem Sonnenhut, Cistrose oder Holunder kann oftmals eine Erkältung abfangen oder für einen leichteren, kürzeren Verlauf sorgen. Wenn es dennoch passiert, sollte man im Bett bleiben und 2-3 Liter fiebersenkenden Lindenblüten- oder Holundertee trinken. Steht der Husten im Vordergrund, hilft eine wohlschmeckende Teemischung aus Thymian, Süßholz, Eibisch, Malvenblüte und Königskerze. Spitzwegerich-, Eibisch- und Thymiansirup werden auch von Kindern gern genommen. Efeuextrakt als Saft, Tropfen oder Brause wirkt entkrampfend auf die Bronchien und löst zähen Schleim.

Gegen Halsschmerzen soll mit möglichst warmem Salbeitee gegurgelt werden, man kann ihn auch langsam schluckweise trinken. Bei Schnupfen schafft eine Inhalation Erleichterung: 5-10 Tropfen Eucalyptus- oder Latschenkieferöl in einen Topf mit 1-2 Liter heißem Wasser geben und die Dämpfe mit einem großen Handtuch über dem Kopf einatmen. Wenn die Nasenschleimhaut schon wund ist, soll mit Kamille inhaliert und eine Heilsalbe aufgetragen werden. Inhalationen eignen sich nicht für Kinder unter sechs Jahren, da Verbrühungsgefahr besteht, Hustenattacken sowie Schleimhautreizungen ausgelöst werden können. Dafür schaffen Einreibungen mit ätherischen Ölen auf Brust und Rücken ein Gefühl der freien Nasenatmung. Mein Tipp: nach jedem fieberhaften Infekt körperliche Schonung für 1-2 Wochen.