Influenza: Jetzt vorsorgen und impfen!
 
Für die Impfung ist es noch nicht zu spät
 
Besonders im Winter leiden sehr viele Menschen an grippalen Infekten, viele erkranken auch an Influenza. Diese sogenannte „echte“ Virusgrippe ist eine akute Infektion der Atemwege, hervorgerufen durch Influenzaviren. Da die Erkrankung auch schwer verlaufen kann, sind zum Schutz vor einer Ansteckung hygienische Maßnahmen sowie ein entsprechender Impfschutz wichtig.
Übertragen werden die Grippeviren von Mensch zu Mensch bei direktem Kontakt durch Tröpfchen, die von einer infizierten Person über Niesen oder Husten verbreitet werden. Aber auch über indirekten Kontakt kann man sich anstecken, wenn sich die Tröpfchen auf Händen oder anderen Oberflächen anlagern, die dann von anderen Menschen berührt werden.
Das Gesundheitsministerium empfiehlt eine Impfung gegen Influenza grundsätzlich für alle Personen ab dem vollendeten 6. Lebensmonat. Insbesondere aber ältere und/oder chronisch kranke Personen, Schwangere und Personal im Gesundheitswesen sollten sich gegen Grippe impfen lassen. Mit der Impfung können schwere Folgeerscheinungen wie Lungenentzündungen verhindert und der Krankheitsverlauf generell abgemildert werden.
Die Durchimpfungsrate der österreichischen Bevölkerung liegt jedoch nur bei fünf bis acht Prozent und zählt somit europaweit zu den geringsten.
Dabei ist Impfen ist eine einfache, günstige und vor allem sehr wirksame Vorsorgemaßnahme, um sich gegen schwere Krankheiten zu schützen und gefährliche Auswirkungen verschiedener Infektionskrankheiten zu verhindern. Impfaktionen der österreichischen Apotheken haben zum Ziel, dass sich so viele Personen wie möglich impfen lassen.
Die beste Zeit für die Influenzaimpfung ist Ende Oktober. Aber auch zu jedem späteren Zeitpunkt, selbst nach dem Beginn der Influenza-Saison, ist eine Impfung noch sinnvoll. Geimpfte sind gegenüber den Nicht-Geimpften jedenfalls im Vorteil. Denn selbst wenn Geimpfte an Influenza erkranken, verläuft die Erkrankung zumeist milder und kürzer und es kommt zu deutlich weniger Komplikationen oder Krankenhausaufenthalten.

Warum jedes Jahr eine Impfung notwendig ist
Im Gegensatz zu anderen Viren wie Windpocken, Masern oder Hepatitis A verändern sich Influenzaviren ständig. Deshalb muss jedes Jahr ein neuer Impfstoff hergestellt werden. Auf Basis der ständigen Beobachtung der weltweit zirkulierenden Influenzaerreger bestimmt die WHO für die nördliche Erdhalbkugel bereits Ende Februar darüber, wie der Impfstoff für die jeweils nächste Saison zusammengesetzt sein wird.
Für die Impfstoffproduktion sind laut WHO etwa 500 Millionen Eier jährlich notwendig. Auf diesen werden sogenannte Saatviren vermehrt, indem sie mehrere Tage bebrütet werden. Danach werden die Erreger wieder entnommen, gereinigt und inaktiviert. Dieser Prozess ist sehr aufwendig, es dauert zwischen sechs und acht Monaten, bis ein sogenannter Totimpfstoff hergestellt ist.
In den Apotheken werden im Rahmen von Impfaktionen Impfstoffe günstiger angeboten. Manche Krankenkassen bieten Zuschüsse für die Grippeimpfstoffe, bis 31. Jänner 2020 sind sie für Versicherte der BVA um € 17,- günstiger und für Versicherte der VAEB um € 10,-.

Fragen Sie Ihre Apothekerin, Ihren Apotheker!

Empfehlung zur Influenza-Impfung des Nationalen Impfgremiums für die Saison 2018/2019 (Stand: Oktober 2018)