KrankenhausapothekerInnen: Kritische Arzneimittel für die Covid 19 Therapie stehen bei Bedarf zur Verfügung
 
 
Gerade in schwierigen Zeiten beweisen Krankenhausapotheker ihre Flexibilität: Vorausschauend und mit pharmazeutischer Expertise versorgen sie ihre Krankenhäuser mit Arzneimitteln und anderen Apothekengütern. Desinfektionsmittelengpässe werden durch Eigenproduktion entschärft, eingeschränkt verfügbare Trägerlösungen zur Probenentnahme von SARS CoV-2 werden hergestellt bzw. abgefüllt, um mehr Testungen zu ermöglichen.

Kooperation mit Bund und Ländern
Für die spezifischen, experimentellen, nicht zugelassenen Arzneimittel zur COVID -19 Therapie wurde nun in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) ein neuer Prozess zur sicheren Versorgung entwickelt.
Dabei spielen die KrankenhausapothekerInnen eine zentrale Rolle, wie Mag. pharm. Karin Kirchdorfer, Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Krankenhausapotheker und Vorstandsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer, ausführt: „Pro Bundesland fungiert eine Spitalsapotheke als zentrale „Covid-19-Apotheke“. Zusammen mit den medizinischen Koordinatoren wird der Bedarf an spezifischen COVID-19-Arzneimitteln erhoben, gebündelt bestellt und nach Eintreffen der Lieferung entsprechend an die einzelnen Krankenhäuser verteilt. Gewinner sind die Patientinnen und Patienten.“
„Der Prozess soll sicherstellen, dass auch bei einer begrenzten Verfügbarkeit dieser experimentellen, in Österreich nicht zugelassenen Therapien, jeder Patient, vom Burgenland bis nach Vorarlberg, die bestmögliche auf ihn abgestimmte Therapie bekommt. Dies ist durch eine beispielgebende Zusammenarbeit des BASG, vertreten durch DI. Dr. Christa Wirthumer-Hoche, der Pharmazeutischen Industrie, der PHAGO und der österreichischen KrankenhausapothekerInnnen ermöglicht worden“, ergänzt Mag. pharm. Dr. Elisabeth Messinger, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Krankenhauspharmazie.
Die Botschaft von Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, an alle – nicht nur an Covid-19 erkrankten Personen – mit Spitalsaufenthalt lautet: „Seien sie beruhigt, die KrankenhausapothekerInnen sind die Experten, wenn es um Arzneimittel geht. Sie kümmern sich um alle Prozesse rund um das Arzneimittel, erkennen Probleme und verhindern nach besten Kräften, dass diese bei Ihnen ankommen oder spürbar werden. Wir Apotheker sind für Sie da, seien Sie sich sicher.“

Portfolio der KrankenhausapothekerInnnen:

  • Arzneimittelinformation
  • Klinische Pharmazie
  • Herstellung spezieller Arzneimittel
  • Unterstützung bei klinischen Studien
  • Einkauf: basierend auf fachlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten
  • Logistik von Arzneimitteln, Diagnostika und Medizinprodukten
Die KrankenhausapothekerInnen versorgen durch Ihre fächerübergreifende Expertise effizient, zielorientiert und ökonomisch mit Arzneimitteln. In Österreich gibt es 264 Krankenanstalten, von denen 42 über eine eigene Krankenhausapotheke verfügen.
Das aktuelle Video zu den Österreichischen Krankenhausapothekern finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=Gy6dVyln9o8

OTS-Aussendung der Österreichischen Apothekerkammer vom 04. Mai 2020

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