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17. Mai: Welt-Hypertonie-Tag
 
Lassen Sie noch heute in der Apotheke Ihren Blutdruck messen!
 

(Foto: Thomas Jantzen)
Der Welt Hypertonie Tag wurde ins Leben gerufen, um auf die gefährlichen Komplikationen dieser Erkrankung aufmerksam zu machen und der Öffentlichkeit Informationen zur Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Bluthochdruck zu vermitteln.

Laut Österreichischer Hochdruckliga leiden in Österreich etwa zwei Millionen Menschen an zu hohem Blutdruck. Vielen davon wissen jedoch nichts davon. Denn im Gegensatz zu niedrigem Blutdruck ist Hypertonie sehr lange nicht spürbar und wird daher oft unterschätzt. Unbehandelter Bluthochdruck verursacht über längere Zeit hinweg Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzschwäche oder Gefäßerkrankungen und steigert das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall enorm. Bluthochdruck wird daher auch als "stiller Killer" bezeichnet.

Kommen noch weitere Faktoren wie Diabetes oder Rauchen hinzu, ist das Risiko für Thrombose, Herzinfarkt oder Schlaganfall besonders hoch. In weiterer Folge verlieren vor allem Hauptschlagader und andere große Arterien durch die Belastung zunehmend an Elastizität.

Blutdruck messen in der Apotheke

Wichtig ist es daher, seine eigenen Blutdruckwerte zu kennen, dh. regelmäßig den Blutdruck zu messen, um sein Risiko einschätzen und rechtzeitig gegensteuern zu können.
Beugen Sie vor und lassen Sie noch heute Ihren Blutdruck messen! Blutdruckmessungen können Sie in jeder Apotheke durchführen lassen. Die Apothekerinnen und Apotheker beraten gerne, wenn Sie Fragen zur richtigen Handhabung von Blutdruckmessgeräten haben, wie Sie hohem Blutdruck vorbeugen können und was Sie tun können, wenn Sie unter Hypertonie leiden.
Blutdruckwerte unter 130 zu 85 gelten als normal, Werte bis 139 zu 89 leicht erhöht. Von Hypertonie spricht man, wenn der 140 zu 90 übersteigt. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat weltweit jeder dritte Mensch über 25 Jahre zu hohe Werte, in Österreich sind es fast 40 Prozent der Bevölkerung. In den USA wurden 2017 die Grenzwerte für Hypertonie auf 130/80 gesenkt, um Betroffene früher handeln zu lassen. Denn eine Studie mit mehr als 9.000 Teilnehmern hat gezeigt, dass Risikopatienten von einem niedrigeren Blutdruck stark profitierten: In der Versuchsgruppe mit einem Blutdruckziel unter 120 gab es viel weniger Herzinfarkte, Schlaganfälle, Fälle von Herzschwäche und Todesfälle als in der Vergleichsgruppe mit dem Blutdruckziel 140.

Bluthochdruck konsequent behandeln

Bluthochdruck ist eine chronische Erkrankung. Liegt eine Hypertonie vor, muss der Blutdruck langfristig wieder in den Normalbereich gebracht werden. Die Therapie besteht zumeist aus zwei Säulen: der medikamentösen Therapie und einer Anpassung des Lebensstils. Blutdrucksenkende Medikamente (z.B. ACE-Hemmer) müssen richtig und konsequent eingenommen werden.
Unterstützend zur Stabilisierung der Blutdruckwerte wirken vor allem auch ein gesunder Lebensstil mit Verzicht auf Nikotin, eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Ballaststoffen sowie regelmäßige Bewegung.