Rucksackapotheke
 
Apotheker-Tipp in der Kleinen Zeitung vom 14. Juli 2018
 

APOTHEKER-TIPP von
Dr. Gerhard Kobinger
Wanderbares Österreich: wenn heuer ein Heimaturlaub auf dem Programm steht, kommt man am Thema Berge, Wandern oder Klettern nicht vorbei. Trekkingprofis, Bergfexe und Fußwallfahrer wissen genau, was sie unterwegs brauchen. Dazu zählt neben Regenschutz und Trinkflasche auch eine kleine, feine Rucksackapotheke mit Pflastern, Mullbinden, Desinfektionslösung und Wundsalbe.

Gegen den Muskelkater hilft ein kühlendes oder durchblutungsförderndes Sportgel. Eine Fußcreme oder Hirschtalgsalbe machen die Haut geschmeidig und können bei vorbeugender Anwendung einige Tage vor der Wanderung helfen, Druckstellen und Marschblasen von vornherein zu verhindern. Wenn es dennoch passiert, ermöglichen Blasenpflaster in abgestimmter Größe das Weitergehen. Sie nehmen den Druck von der schmerzhaften Blase und saugen auch bereits ausgetretenes Sekret auf. Dabei ist es wichtig, diese Hydrocolloid-Pflaster vor dem Aufkleben eine Minute lang in der Hand anzuwärmen und dann ebenso lange festzudrücken, damit die optimale Klebewirkung erreicht wird und sich die Ränder nicht im schweißnassen Socken aufwuzeln. Schmerztabletten sowie ein Magnesiumpräparat gegen Muskelkrämpfe runden diese Zusammenstellung ab. Eine Elektrolytmischung mit leistungsfördernden Zusätzen im Trinkwasser ersetzt die durchs Schwitzen verlorenen Mineralstoffe und gibt frischen Schwung.

Damit Sie nicht einen eigenen Medikamentenrucksack mittragen müssen, lassen Sie sich am besten in Ihrer Apotheke individuell beraten, was für Sie und Ihre Wanderung sinnvoll und was entbehrlich ist. Vor dem Abmarsch empfiehlt sich auch ein Blick in den Impfpass: Alle 10 Jahre muss die Diphtherie-Tetanus-Polio-Impfung aufgefrischt werden. Schönen Urlaub!