Alles schläft, eine(r) wacht
 
Apotheker-Tipp in der Kleinen Zeitung vom 16. Dezember 2017
 

APOTHEKER-TIPP
von Dr. Gerhard Kobinger
Plötzlich Husten und Fieber am Heiligen Abend, ein weinendes Baby mit Zahnungsschmerzen um 23 Uhr oder ein Patient mit dröhnendem Kopfweh am Neujahrstag: Die Bereitschaftsdienste der Apotheken sind gerade in der kalten Jahreszeit und zu den Feiertagen hoch gefragt. Die Nachtdienstglocke läutet in vielen Apotheken bis 50 Mal pro Nacht und 150 Mal an einem Sonn- oder Feiertag. Jährlich werden in Summe 100.000 Nachtdienste von den österreichischen Apothekern erbracht, die einen finanziellen Aufwand von etwa 33 Millionen Euro verursachen. Diese Kosten werden übrigens nicht von der öffentlichen Hand oder der Krankenkasse bezahlt, sondern müssen von jedem Apothekenbetrieb über den eigenen Umsatz erwirtschaftet werden. In dringenden Fällen können Apotheken Medikamente bis ans Krankenbett zustellen. Somit ist garantiert, dass Patientinnen und Patienten mit kleinen oder größeren Sorgen in den Apotheken rund um die Uhr das bekommen was sie benötigen – Arzneimittel inklusive Beratung.

Knapp 50 Apotheken halten pro Nacht Bereitschaftsdienst in der Steiermark, etwa 20 in Kärnten. Dabei sind die Dienste so eingeteilt, dass die Wegstrecken für die Patienten möglichst kurz gehalten werden. Welche Apotheke aktuell Dienst versieht, erfahren Sie telefonisch unter dem Apothekenruf 1455. Diese wichtige Servicetelefonnummer ist aus ganz Österreich rund um die Uhr zum Ortstarif erreichbar. Für Smartphone-Besitzer empfehle ich die Apo-App, die den Weg zur nächsten diensthabenden Apotheke direkt anzeigt. Diese App kann kostenlos unter den Suchbegriffen „Apotheken und Medikamente“ heruntergeladen werden. Frohe, gesunde Festtage!