Abnehmen in der Fastenzeit
 
Apotheker-Tipp in der Kleinen Zeitung vom 10. März 2018
 

APOTHEKER-TIPP
von Dr. Gerhard Kobinger
Viele Menschen nehmen die Fastenzeit zum Anlass, ihrem Körper durch den Verzicht auf Gewohntes, aber Ungesundes etwas Gutes zu tun. Dieser Vorsatz ist vernünftig, sofern er auch ausgeführt wird. Und idealer Weise behält man eine gesunde, neue Gewohnheit auch gleich nach der Fastenzeit bei.

Abnehmen kann man beispielsweise am besten durch eine Kombination von erhöhtem Energieverbrauch, also durch sportliche Betätigung einerseits und verminderte Nahrungszufuhr andererseits. Dabei vertrauen viele Menschen auf geschickt beworbenen Hilfsmitteln. "Schlank im Schlaf", "Abnehmen ohne weniger zu essen", "die Pfunde purzeln ohne Diät" - diese wunderbaren Versprechungen sind leider wertlos, weil allesamt falsch. Die zugeführten Kalorien reduzieren kann man am besten durch kleinere Portionen, durch Verzicht auf Alkohol, zuviel Fett oder Kohlenhydrate oder durch "Dinner cancelling", also das Weglassen des Abendessens mehrmals pro Woche. Man kann kalorienreduzierte Austauschmahlzeiten zu sich nehmen, um ein Sättigungsgefühl zu erreichen. Ähnlich funktionieren unverdauliche Pflanzenfaserstoffe oder Cellulose in Kapselform. Wichtig dabei: viel Flüssigkeit trinken, da sonst ein Darmverschluss droht.

Als Flüssigkeit bestens geeignet sind ungesüßte Kräutertees wie Löwenzahn, Birkenblätter oder Schachtelhalm, da diese die Ausscheidungsfunktion von Leber und Niere optimal unterstützen. Gerade die Fastenzeit wäre der richtige Moment, um ein konsequentes "FdH" (Friss die Hälfte) zu betreiben. Das verhilft in aller Regel sehr gut zum gewünschten Abnehmerfolg. Und wenn man bei dieser Gelegenheit seine Essgewohnheiten nachhaltig, das heißt, auf Dauer umstellt und mit regelmäßiger Bewegung an der frischen Luft kombiniert, kann man sich über seinen Erfolg auch ohne Jojo-Effekt lange freuen.