Wie senke ich den Bluthochdruck?
 
Apotheker-Tipp in der Kleinen Zeitung vom 19. Mai 2018
 

APOTHEKER-TIPP
von Dr. Gerhard Kobinger
Der Blutdruck nimmt mit dem Alter zu, schwankt untertags und – wird meist zuwenig beachtet. Ein zu niedriger Blutdruck äußert sich in Müdigkeit und Schwindel bis hin zum Kreislaufkollaps, ein zu hoher Blutdruck macht vorerst weder Beschwerden noch Schmerzen. Dennoch ist er gefährlich: Die Gefäße werden geschädigt, ebenso Herz und Nieren. Man kann sagen: Hoher Blutdruck ist ein echter Killer, der häufig zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führt.

Die Faustregel, dass der Blutdruck unter 140/90 liegen sollte, ist daher für jeden Menschen wichtig. In letzter Zeit werden noch niedrigere Werte als optimal empfohlen.

Idealerweise beinhaltet jede Hausapotheke neben dem Fieberthermometer auch einen funktionierenden Blutdruckmesser, denn die Selbstmessung ist wirklich einfach und stellt eine sinnvolle Vorsorgemaßnahme dar. Man misst zweimal täglich, jeweils früh und abends, jeweils zur selben Zeit. Wenn sieben von dreißig Messungen zu hohe Werte ergeben, liegt der Definition nach ein Bluthochdruck vor, der ärztlich behandelt werden muss. Zur Blutdrucksenkung stehen verschiedene Stoffe zur Verfügung, die je nach Alter, Begleiterkrankungen und Allgemeinzustand eingesetzt werden. Manchmal muss man mehrere Substanzen versuchen oder kombinieren, um mit möglichst geringen Nebenwirkungen den Blutdruck in den erwünschten Bereich zu senken.

Häufige Nebenwirkungen von Blutdrucksenkern sind trockener Reizhusten, Kurzatmigkeit beim Stiegensteigen oder Blutandrang zum Kopf. Besprechen Sie diese Symptome wie alle Arzneimittel-Nebenwirkungen mit Ihrem Arzt oder Apotheker und nehmen Sie Ihre verordneten Blutdruck-Medikamente pünktlich und regelmäßig ein, damit sie die geschilderten lebensgefährlichen Folgen vermeiden.