Grippewelle: Jetzt vorbeugen!
 
Apotheker-Tipp in der Kleinen Zeitung vom 21. Jänner 2017
 

APOTHEKER-TIPP
von Dr. Gerhard Kobinger
So früh und heftig hat uns die Grippewelle schon lang nicht mehr erwischt. Die Impfung gegen die echte Virusgrippe ist auch jetzt noch möglich und sinnvoll, vor allem für Personen mit Diabetes, chronischen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder der Atmungsorgane sowie für alle, die täglich mit vielen Menschen in Kontakt kommen. Nach zehn Tagen hat man den vollen Impfschutz aufgebaut. Der Höhepunkt der Grippewelle wird erst für Anfang Februar erwartet.

Was kann man noch vorbeugend tun? Menschenansammlungen meiden, kein Bussi-Bussi zur Begrüßung, strikte Hygiene und häufiges Händedesinfizieren reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bewegung an der frischen Luft, ausreichend Schlaf, Vitamine und Zink zuführen, ausgewogene Ernährung sowie Stressvermeidung sind Balsam für die körpereigenen Abwehrkräfte.
Die Heilkräuterforschung hat für eine Reihe von Pflanzeninhaltsstoffen eine abwehrsteigernde Wirkung nachgewiesen. Dazu zählen der Extrakt des Roten Sonnenhuts, des Lebensbaums, der Zistrose, der Kapland-Pelargonie und des Holunders. Sie sind in Form von Tropfen, Saft oder Tabletten in Ihrer Apotheke erhältlich.

Eine Verkühlung mit Husten, Schnupfen und Fieber kann man trotz Grippeimpfung und Vorbeugung bekommen, doch darf man derartige banale Infekte nicht mit der echten, viel heftigeren echten Virusgrippe vergleichen. Wenn Sie die typischen Krankheitszeichen an sich verspüren, geben Sie Ihrem Körper die nötige Zeit und Ruhe zur Gesundung. Bleiben Sie im Bett, trinken Sie viel Tee und behandeln Sie die Symptome einzeln und gezielt. Im Zweifelsfall gehen Sie lieber einmal zu oft zum Arzt. Sie riskieren sonst einen verschleppten Infekt mit Komplikationen und Schäden an Herz, Niere oder anderen Organen.