Gut geschützt in die Sonne
 
Apotheker-Tipp in der Kleinen Zeitung vom 20. Mai 2017
 

APOTHEKER-TIPP
von Dr. Gerhard Kobinger
Zu viel Sonne hat neben dem sofort wahrnehmbaren, durch UV-B ausgelösten Sonnenbrand noch eine Reihe weiterer Hautschäden zur Folge. Die Haut wird dicker, faltig, altert rascher und das Risiko, nach Jahren oder Jahrzehnten an Hautkrebs zu erkranken, steigt an. Die entzündliche Rötung, die schmerzt und juckt, ist also nur ein erstes Warnsignal.
Gefährlich sind die durch UV-A Strahlen verursachten Schäden an den Zellkernen der tieferen Hautschichten, wobei sich die Haut die Überdosis Sonne "merkt" und sich die wiederholte Schädigung noch viele Jahre später als Melanom auswirken kann.
Guter Sonnenschutz ist daher ein absolutes Muss. Verwenden Sie stets Produkte mit hohem Lichtschutzfaktor gegen UV-A und UV-B in Form von fettarmen, unparfümierten Gelen oder Lotionen. Diese Mittel sind auch für empfindliche Hauttypen oder Allergiker gut geeignet. Nützen Sie die durch das Sonnenschutzmittel mögliche Bestrahlungszeit nur zu maximal drei Viertel aus, da bereits ab diesem Zeitpunkt die erwähnten Schädigungen der unteren Hautschichten beginnen. Tragen Sie Creme, Milch oder Gel mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad auf, so erzielen Sie den optimalen Schutz.
Hilfreich gegen Hautalterung und Spätschäden sind zudem Kapseln mit Radikalfängern wie Carotin oder Selen, die die bei der UV-Bestrahlung entstehenden freien Radikale unschädlich machen.
Waren Sie trotz aller Warnungen zu lange in der Sonne, so empfiehlt sich die Anwendung von Feuchtigkeit spendenden After Sun-Pflegeprodukten mit Hyaluronat, Allantoin, Aloe vera oder dem Hautvitamin Panthenol.
Diese Stoffe beruhigen die gereizte Haut nach dem Sonnenbad. Produkte mit Nopasomen regen zudem die körpereigenen DNA-Reparaturmechanismen an.