Im Mittelpunkt des „Gesundheitsplans NÖ“ steht die Sicherstellung einer zukunftsorientierten, patient:innenfreundlichen und leistungsfähigen Gesundheitsversorgung in Niederösterreich. Dazu braucht es eine Strukturreform der Krankenhäuser in Niederösterreich. Denn eine moderne Krankenhausstruktur mit optimalen Versorgungswegen, die sich nahtlos in die regionale gesundheitliche Versorgung einfügt, ist essenziell, um den Herausforderungen des demografischen Wandels und Fachkräftemangels, aber auch den steigenden Anforderungen und Qualitätsansprüchen im Gesundheitswesen gerecht zu werden.
Die niederösterreichischen Apotheker:innen spielen dabei eine wesentliche Rolle. Mag. Heinz Haberfeld, Präsident der Apothekerkammer Niederösterreich, hebt hervor, dass sich die gesundheitspolitischen Herausforderungen nur im Sinne der Betroffenen bewältigen lassen, wenn die Ressourcen und Potenziale aller niederösterreichischen Gesundheitsinstitutionen besser genutzt würden. „Gleichzeitig müssen wir die digitalen Möglichkeiten – von e-Rezept bis Telemedizin – umfassender einsetzen. 260 öffentliche Apotheken und sechs Krankenhausapotheken stehen bereit, um gemeinsam die Gesundheitsversorgung zu verbessern“, bekräftigt Haberfeld. Die Expertise der Apotheker:innen könnte gleich mehrfach genutzt werden: „Als zentrale Anlaufstelle bei allen gesundheitlichen Fragen, bei der weiteren Steuerung von Patient:innen innerhalb des Systems sowie bei der Prävention.“
Zusammenspiel aller Institutionen sichert Gesundheitsversorgung
Eine enge und konstruktive Zusammenarbeit zwischen allen relevanten Akteur:innen – insbesondere zwischen Spitälern und niedergelassenem Bereich – ist entscheidend, um eine qualitativ hochwertige und nahtlos abgestimmte Akut- und Regelversorgung sicherzustellen. Unterstützung erfährt der „Gesundheitsplan NÖ“ deshalb auch von Vertreter:innen von Ärztinnen- und Ärztekammer, Landeszahnärztekammer, Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, Landwirtschaftskammer, Gemeindebund und Gemeindevertreter:innenverband.