Suche starten Apothekensuche

Apothekensuche

Beipackzettel bei Medikamenten: Kampf gegen Diskriminierung der Senioren

Beipackzettel bei Medikamenten müssen optisch reformiert und leichter lesbar werden. Auch ihr analoger Fortbestand muss gesichert sein. Es bedarf daher klarer Maßnahmen, um den Beipackzettel als Infoquelle zu erhalten. Vor allem die ältere Generation profitiert davon. 

Der OÖ Seniorenbund und die Österreichische Apothekerkammer setzen sich daher gemeinsam für eine inhaltliche Überarbeitung der Beipackzettel sowie für den Erhalt der gedruckten Version ein, um Altersdiskriminierung zu verhindern.

Eine Überarbeitung der Beipackzettel sei überfällig, erklärten Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, und Oberösterreichs Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Pühringer, Landesobmann des OÖ Seniorenbundes, in einer gemeinsamen Pressekonferenz im Linz.

Eine digitale Version mag eine sinnvolle Ergänzung sein, könne die gedruckte Version aber nicht ersetzen. Nur so sei ein uneingeschränkter Zugang zu essenziellen Gesundheitsinformationen für alle Patient:innengruppen gewährleistet, zeigten sich Mursch-Edlmayr und Pühringer vor zahlreichen Medienvertretern überzeugt.

„Für die Arzneimittelsicherheit und den Erfolg der Therapie ist es unverzichtbar, dass sich Patientinnen und Patienten mit den Eigenschaften der jeweiligen Medikamente auskennen und sich im Umgang mit ihnen sicher fühlen. Daher ist es wichtig, dass es immer ein Nebeneinander von gedrucktem und digitalem Beipackzettel gibt“, so die Forderung Mursch-Edlmayrs. 

„Der Beipackzettel ist ein Musterbeispiel für Altersdiskriminierung. Die Politik muss eine Überarbeitung der Beipackzettel einleiten und sich gegen eine rein digitale Variante aussprechen. So verhindert sie, dass ältere Menschen von erforderlichen medizinischen Informationen ausgeschlossen werden. Eine inklusive Gesellschaft bedeutet niemanden zurückzulassen“, mahnte Pühringer.