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Weltschlaftag

Welche Heilpflanzen können bei Schlafproblemen helfen?

Die negativen Begleiterscheinungen einer hektischen, schnelllebigen und zunehmend digitalen Zeit halten viele Menschen nachts wach und rauben ihnen damit Lebensqualität und Kraft für alltägliche Aufgaben.

Die moderne Forschung liefert immer weitere Hinweise darauf, wie wichtig ein guter, erholsamer Schlaf für unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit ist. Zugleich hat die Zahl schlafstörender Faktoren, denen die meisten von uns ausgesetzt sind, in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten stetig zugenommen: Alltagshektik, Stress, Zeitdruck, Lärm- und Lichtverschmutzung, Bewegungsmangel, intensive Nutzung von Bildschirmmedien – all dies schadet unserer Schlafqualität, denn was uns tagsüber bewusst oder unbewusst belastet, beschäftigt uns auch im Schlaf.

Immer mehr Menschen haben darum mit Schlafstörungen oder Schlafproblemen zu kämpfen. Eine diagnostizierte Schlafstörung ist eine ernstzunehmende Erkrankung und erfordert eine ärztliche und/oder psychotherapeutische Behandlung sowie häufig auch den Einsatz potenter Schlafmittel. Wichtig ist bei allen Schlafproblemen auch, dass der/die Betroffene selbst versucht, die persönliche Schlafhygiene zu verbessern (z.B. feste Schlafzeiten, keine schweren Mahlzeiten am Abend, angenehme Schlafumgebung schaffen, kein Alkohol vor dem Schlafengehen).

Bei leichten Ein- und Durchschlafproblemen können auch pflanzliche Schlafmittel aus der Apotheke gut helfen. Diese stellen eine sanfte und natürliche Alternative zu chemisch-synthetischen Behandlungsoptionen dar und sind darum auch ohne Rezept erhältlich. Zum Weltschlaftag stellen wir fünf schlaffördernde Heilpflanzen vor, die in Form von Einzel- oder Kombinationspräparaten zu einem besseren Schlaf beitragen können.

Apotheker:innen in der Apotheke vor Ort helfen gerne dabei, das individuell passende, pflanzliche Schlafmittel zu finden.

Fünf Heilpflanzen, die Schlafprobleme lindern können

Pharmazeutisch relevanter Teil: Wurzel (Valerianae radix).

Darreichungsform: Tee, Tinktur, Trockenextrakt in Tabletten oder Kapseln, häufig in Kombination mit Hopfen oder Passionsblume.

Wirkung: Fördert das Einschlafen, beruhigt das Nervensystem, reduziert Unruhe und Angstzustände. Die Anwendung kommt erst nach einigen Tagen zum Tragen.

Pharmazeutisch relevanter Teil: Hopfenzapfen (Lupuli strobuli).

Darreichungsform: Tee, Kapseln oder als Bestandteil von Beruhigungsmitteln, oft in Kombination mit Baldrian.

Wirkung: Wirkt entspannend, beruhigend und fördert das Einschlafen. Besonders wirksam bei stressbedingter Schlaflosigkeit.

Pharmazeutisch relevanter Teil: Kraut (Passiflorae herba).

Darreichungsform: Tee, Kapseln oder Tinktur, oft mit Baldrian oder Hopfen kombiniert.

Wirkung: Reduziert innere Unruhe und Angstzustände, verbessert die Schlafqualität und hilft besonders bei nervös bedingten Schlafproblemen.

Pharmazeutisch relevanter Teil: Blätter (Melissae folium).

Darreichungsform: Tee, ätherisches Öl, Kapseln oder Tinktur

Wirkung: Beruhigt das Nervensystem, fördert Entspannung und reduziert stressbedingte Einschlafprobleme. 

Pharmazeutisch relevanter Teil: Blüten (Lavandulae flos) und ätherisches Öl.

Darreichungsform: Tee, ätherisches Öl zur Inhalation, Duftkissen, Badezusätze oder Kapseln.

Wirkung: Fördert tiefe Entspannung, lindert Angstzustände und verbessert die Schlafqualität. Besonders hilfreich bei nervöser Unruhe und Einschlafproblemen.